11.12.2021 - 20:30

FC St.Gallen - FC Lugano vom 11. Dezember 2021

Das Heimteam aus der Ostschweiz war nach der blamablen Niederlage gegen GC gefordert. Doch anstatt einer druckvollen Startviertelstunde zeigten sie sich sichtlich nervös. Ganz anders die Gäste aus Lugano. Wann immer sie zu Gegenstössen kamen, waren sie brandgefährlich und hätten bereits in der ersten Minute durch Bottani in Führung gehen können (Pfostenschuss). Danach überliessen die Tessiner dem Gegner das Spieldiktat, doch konnte dieser keine nennenswerten Chancen kreieren: Zu harmlos agierten die St. Galler vor dem Tor. Kurz vor Ende der ersten Halbzeit reagierte Lugano blitzschnell und schloss einen Konter durch Lovric zum 0:1 ab, nachdem Lavanchy eine Flanke direkt zu ihm weitergespielt hatte. Nach der Pause übernahm wiederum die Heimmannschaft das Spieldiktat, jedoch brauchte es die gütige Mithilfe von Torhüter Baumann, der einen Pass/Schuss von Sutter ins eigene Tor ablenkte. Nun lief das Spiel mehrheitlich in eine Richtung, die Luganesi zogen sich in ihre Zone zurück und versuchten das Unentschieden zu halten. Kurz vor Schluss hätten beide Mannschaften noch eine Topchance zum Siegtreffe, letzten Endes blieb es aber bei der Punkteteilung, welches den Tessinern mehr nützt als den Ostschweizern.


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Kommentar: Marco Löffel, Roger Hämmerli
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05.12.2021 - 16:30

FC St.Gallen - Grasshopper Club vom 05.12.2021

In der Partie zwischen dem FC St. Gallen und den Grasshoppers aus Zürich brauchten beide Mannschaften keine lange Anlaufzeit. Bereits nach 2 Minuten konnten beide Mannschaften je eine Grosschance für sich verbuchen. Danach entwickelte sich zunächst ein ausgeglichenes, intensives Spiel. In der 18. Minute ereignet sich dann eine vielleicht vorentscheidende Szene. Nach einem üblen Foul von Stillhart zieht der Schiedsrichter zunächst Gelb, der VAR korrigiert dann aber zurecht auf eine rote Karte für den St. Galler. In der 32. Minute konnten die Grasshoppers dann das erste Mal Kapital aus der Überzahl schlagen und gingen durch Kaly Sène mit 1.0 in Führung. St. Gallen kommt danach zwar etwas besser in Spiel, aber in der 41. Minute ist es wieder Sène, der mit einem herrlichen Seitfallzieher auf 2:0 für die Grasshoppers erhöht.
In der zweiten Halbzeit sind die Zürcher spielbestimmend. St. Gallen versucht zwar immer wieder selbst Akzente zu setzen, ist aber in Unterzahl nicht gefährlich genug. So kann Sène dann in der 58. Minute seinen dritten Treffer erzielen. Das Spiel wird etwas härter und in der 83. Minute können die Grasshoppers schliesslich durch Kawabe auf Vorarbeit des eingewechselten Demhasaj auf 4;0 erhöhen. Bei diesem Ergebnis bliebt es dann auch bis zum Schlusspfiff. Die Grasshoppers gewinnen verdient gegen dezimierte Sankt Galler, wenn auch vielleicht um ein oder zwei Tore zu hoch.

Kommentar: Martin Kappus und Beni Winiger

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05.12.2021 - 14:15

FC Basel - FC Lausanne-Sport vom 05.12.2021

Wie schon angekündigt, war es wieder ein Spiel auf Messers Schneide, mit ein bisschen mehr Vorteile auf Basler Seite. Lausanne Sport verstand es die Basler Angriffsmaschinerie unter Kontrolle zu halten. Mit aggressivem Forechecking machten es die Waadtländer den Basler so richtig schwer ihre Angriffe auszulösen. Der Basler Sturmtank Cabral war in diesem Spiel nicht viel zu sehen. Er beteiligte sich sogar in der Verteidigung mit Abwehrarbeiten. Das spricht dafür, dass er vorne fast keine Bälle erhielt. In der ersten Halbzeit sprangen dafür andere in die Bresche. Chancen über Chance für Kasami, Pedretta, Zhegrova und Co. Doch die Null stand bis zur Pause.
In der zweiten Halbzeit setzte der FC Basel das Spiel dort fort, wo er in der ersten Halbzeit aufgehört hat. In der 55. Minute dann das Foul von Simone Grippo im Strafraum. Schiri Jaccottet zögerte keine Sekunde und zeigte auf den Punkt. Der Penaltyschütze vom Dienst in den Reihen von Basel war natürlich Cabral. Doch nicht einmal vom Punkt will ihm ein weiteres Tor gelingen. Er spediert den Ball an die Latte. Man spielt bereits in der Nachspielzeit als der Basler Fernandes Kukuruzovic von den Beinen holt - Penalty. Diesen versenkt der Gefoulte direkt zum 0:1 Führungstreffer. Sichtlich genervt rennen die Basler nun auf das Tor von Mory Diaw und wie es im Sprichwort so schön heisst - Steter Tropfen höhlt den Stein. In der letzten Sekunde der Nachspielzeit schafft es der FC Basel durch Kasami doch noch einen Punkt zu retten. Danach pfiff Schiedsrichter Jaccottet die Partie ab. Fazit: über das ganze Spiel gesehen ein gerechtes Unentschieden.

Kommentatoren: Gerry Engel und Micha Schwarzenbach

04.12.2021 - 20:30

BSC Young Boys - Servette FC 04.12.2021

Nach zehn Minuten ohne viel Konstruktives auf beiden Seiten kam YB überraschend zum Führungstreffer: Kanga erlief einen langen Aussenristpass in die Spitze von Ngamaleu und schoss aus etwa 10 Metern mit Links ins linke obere Eck – 1:0 für YB. Die Berner dominierten das Spielgeschehen in der ersten Halbzeit – ohne jedoch zu vielen Torchancen zu kommen. Servette versuchte es vor allem mit Konterfussball, erarbeitete sich damit allerdings auch kaum Torchancen. Zu einer entscheidenden Szene kam es in den Nachspielzeit der ersten Halbzeit: Der YB-Mittelfeldspieler Martins stoppte einen Servette-Konter mit einer Grätsche in die Beine von Cognat. Da er sich schon vorher ein taktisches Foul zuschulden kommen lassen hatte, wurde er schon zum zweiten Mal mit einer Gelben Karte bestraft – und musste vom Platz.
YB musste die ganze zweite Halbzeit also zu zehnt bestreiten. Servette hatte zu Beginn dieser zweiten Hälfte allerdings Mühe, die zahlenmässige Überlegenheit auszunutzen. YB spielte auch in Unterzahl aktiv mit. In der 65. Minute aber konnte Servette endlich einmal einen guten Angriff aufziehen. Imeri spielte Kyei im Sechzehner an. Dieser drehte sich geschickt um Camara, welcher Kyei deutlich weniger geschickt zu Fall brachte. Penalty für Servette! Imeri versenkte diesen souverän in der rechten unteren Ecke – 1:1. Und Servette hatte nun Blut geleckt. In der 78. Minute hinderte YB-Rechtsverteidiger Maceiras Servettes Rodelin daran, mit dem Ball in den Sechzehner zu gelangen – allerdings mit einem Foul. Freistoss für Servette an der linken Sechzehnerecke. Ein Fall für Freistossspezialist Imeri. Und dieser zirkelte den Ball tatsächlich mit dem rechten Fuss via den linken Pfosten ins Tor – 1:2 für Servette, und das siebte Tor in den letzten sechs Spielen für den U21-Natispieler Imeri. YB warf in den letzten gut 15 Minuten (inklusive Nachspielzeit) alles nach vorne, war aber zu wenige kreativ, um Servettes Auswärtssieg ernsthaft in Gefahr zu bringen.
Servette gewinnt damit zum dritten Mal in Folge – nach sechs aufeinanderfolgenden Niederlangen. Und YB muss langsam schauen, dass es den Anschluss an das Spitzentrio Zürich, Basel und Lugano nicht verliert.

Audiodeskription: Michael Diete und André Perler

04.12.2021 - 18:00

FC Zürich - FC Luzern vom 04.12.2021

Im Zürcher Letzigrund war die Messe an diesem regnerischen Samstagabend schon sehr früh gelesen. Luzern-Verteidiger Domgjoni servierte Tosin den Ball in der 2. Minute auf dem Silbertablett, der FCZ-Angreifer liess sich nicht zweimal bitten und netzte zur Führung ein. Keine 10 Minuten vergingen, ehe sich auch FCL-Goalie Müller einen Aussetzer der gröberen Sorte leistete. Diesmal wusste Marchesano zu profitieren. Spätestens nach Kryezius Kopfball-Tor zum 3:0 war die Partie vorentschieden – nach 20 Minuten! Tosin sorgte nach der Pause mit seinem 2. Tor des Abends für den Schlusspunkt. Der FCZ bleibt dank dem 4:0-Sieg im Minimum eine weitere Woche an der Tabellenspitze.

Kommentar: Raphael Dorigo, Marco Löffel

01.12.2021 - 20:30

BSC Young Boys - FC Lugano vom 01.12.2021

Der Meister findet wieder zum Siegen zurück! Der BSC YB schlägt das formstarke Lugano zu Hause verdient mit 3:1 und holt nach 6 sieglosen Pflichtspielen wieder einmal 3 Punkte.
YB startete gut in die Partie und hatte mehr Spielanteile wie auch Chancen. Lugano hingegen musste fast eine halbe Stunde warten bis zur ersten Möglichkeit. Diese nutzte Sandi Lovric aber mit einem traumhaften Freistoss zur Führung für die Tessiner. Plötzlich hatten die Berner Mühe und waren komplett verunsichert. Die Pause tat YB aber gut. Danach traten sie dominant auf und erzielten nach einer guten Stunde den Ausgleich durch einen Penalty von Siebatcheu. In der Folge drückte das Heimteam vehement auf die Führung. Das Rezept fand der YB-Trainer David Wagner schliesslich auf der Ersatzbank: Pass Sulejmani - Schuss Kanga - Tor. Die beiden Einwechselspieler sorgten in der 81. und 87. Minute für den verdienten Sieg. Angesprochen auf das Goldhändchen des Trainers bei den Einwechslungen stapelte dieser jedoch tief und betonte, wie wichtig die Mentalität der ganzen Gruppe sei. Egal ob Stammelf oder Ersatzbank, seine Jungs seien eine Einheit und wehren sich so gegen alle Widerstände, so der Coach. Das haben sie heute eindrücklich bewiesen. Nichtsdestotrotz haben sich die beiden Matchwinner Sulejmani und Kanga für mehr Einsatzminuten aufgedrängt. Dank den drei Punkten drängt sich YB auch in der Tabelle wieder nach vorne und wahrt den Anschluss an die Spitze.

Kommentar: Beni Winiger, Ueli Pärli